10,16 Mrd.
Briefe in Deutschland (2024)
−6,9 %
Menge ggü. Vorjahr
−4,4 %
Erlöse im Briefsegment
Quelle: Bundesnetzagentur, Briefmarktbericht 2024.
Der Trend in Zahlen
2024 wurden in Deutschland 10,16 Milliarden Briefe zugestellt – 6,9 Prozent weniger als 2023 (rund 10,92 Milliarden). Auch die Erlöse gaben um 4,4 Prozent nach. Der Rückgang ist damit kein Ausreisser, sondern die Fortschreibung eines langjährigen Trends.
Was die Mengen treibt
Digitale Substitution
E-Mail, Portale und Messenger ersetzen einen wachsenden Teil der klassischen Korrespondenz – besonders bei einfachen Mitteilungen.
E-Rechnungspflicht
Mit der gestaffelten Pflicht ab 2025 wandern Rechnungen zunehmend in strukturierte Formate – ein spürbarer Effekt auf die Transaktionspost.
Steigende Stückkosten
Weniger Menge bei gleicher Infrastruktur treibt die Kosten je Brief – und damit den Druck auf die Portopreise.
Was das für Versender bedeutet
Sinkende Mengen und steigende Stückkosten führen zu einem strukturellen Aufwärtsdruck auf das Porto. Für Unternehmen mit relevantem Briefaufkommen wird die Konsolidierung dadurch nicht weniger, sondern wertvoller: Wer Sendungen bündelt und portooptimiert einliefert, dämpft den Kostenanstieg spürbar. Wie das konkret läuft, zeigt unsere Seite »Brief all in«.
Ausblick: der Kanal-Mix entscheidet
Die Menge wird weiter zurückgehen, aber nicht auf null. Transaktions- und Dialogpost bleiben relevant, während digitale Kanäle wachsen. Am robustesten aufgestellt ist, wer beides aus einer Hand steuert – über den Hybridversand, der digitale und physische Zustellung im selben Lauf verbindet. Die vollständigen Marktdaten veröffentlicht die Bundesnetzagentur in ihrem jährlichen Briefmarktbericht.
»Sinkende Mengen bedeuten steigende Stückkosten. Konsolidierung wird damit nicht weniger, sondern wertvoller.«


