Fairer Wettbewerb kommt in den Briefmarkt
Das Umsatzsteuer-Privileg der Deutschen Post/DHL auf Geschäftspost soll fallen (geplant, voraussichtlich ab 2027). Entlastet wird ausgerechnet die Gruppe, die am meisten Porto zahlt und die Umsatzsteuer nicht zurückholen kann.
19 %
Preisnachteil, den Wettbewerber ohne das Privileg ausgleichen mussten
~60 %
der Wettbewerber-Briefmengen kommen von Versendern ohne Vorsteuerabzug
Worum es geht
Seit Jahren durfte die Deutsche Post – künftig DHL – Geschäftspost umsatzsteuerfrei einsammeln und zustellen, während Wettbewerber 19 Prozent Umsatzsteuer berechnen mussten. Ein Ende Juni 2026 vorgelegter Gesetzentwurf will diese Asymmetrie beenden. Wichtig: Es ist ein Entwurf, noch nicht geltendes Recht. Ob der Vorteil überhaupt wirkt, hängt an einer Frage: Können Sie Vorsteuer ziehen? Wenn nicht, ist jeder Prozentpunkt ein echter Kostenblock – hier wirkte das Privileg wie eine Mauer.
Was der Wegfall des Privilegs bringt
Fairer Wettbewerb
Berechnet auch die Post künftig Umsatzsteuer, verschwindet der künstliche Preisvorsprung. Es zählt wieder der ehrliche Netto-Vergleich.
Echte Kostentransparenz
Für Versender ohne Vorsteuerabzug wird die Rechnung planbar. Zwei Zahlen entscheiden: Vorsteuer-Status und Briefvolumen.
Wert statt Preis-Claim
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Betrifft mich das? Der 3-Fragen-Selbstcheck
1 · Vorsteuer
Kann Ihre Organisation Vorsteuer ziehen? Wenn nein (Banken, Versicherer, Behörden, Krankenkassen, Kirchen, Bildung), ist jeder Prozentpunkt ein echter Kostenblock.
2 · Volumen
Wie hoch ist Ihr monatliches Briefvolumen? Je grösser das Aufkommen – Kontoauszüge, Policen, Bescheide –, desto stärker der Effekt.
3 · Branche
Zählen Sie zu den nicht vorsteuerabzugsberechtigten Grossversendern? Auf diese Gruppen entfallen rund 60 Prozent der Wettbewerber-Briefmengen.
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Fällt der künstliche Preisvorsprung, stehen unsere Stärken im Vordergrund. Vertiefen Sie einzelne Themen:
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»Fairer Wettbewerb entlastet ausgerechnet die Versender, die am meisten Porto zahlen und die Umsatzsteuer nicht zurückholen können.«
Häufige Fragen
Ist die Streichung schon beschlossen?
Wen betrifft der Wegfall des Privilegs besonders?
Warum spielt der Vorsteuerabzug die entscheidende Rolle?
Was sollten Versender jetzt tun?
Machen Sie den ehrlichen Netto-Vergleich
Diese Seite ordnet die öffentlich diskutierte Rechtslage ein und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Die steuerliche Bewertung im Einzelfall gehört in die Hand Ihrer Steuerberatung. Der Stand bezieht sich auf den Gesetzentwurf; die Kommunikation bleibt durchgängig konditional.
